Mentoring

Gemeinsam den eigenen Weg gestalten

An der Gesamtschule an der Bockmühle verstehen wir Schule als einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur Wissen erwerben. Sie sollen lernen, ihre eigenen Stärken zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und ihren persönlichen Lernweg zunehmend selbstständig zu gestalten. Damit sie auf diesem Weg nicht allein sind, ist das Mentoring ein wichtiger Bestandteil unseres Schulkonzeptes.

Eine feste Bezugsperson

Jede Schülerin und jeder Schüler wird in Form der Stammgruppenlehrkraft eine feste Mentorin oder einen festen Mentor haben. Diese begleitet die persönliche und schulische Entwicklung über einen längeren Zeitraum und ist eine verlässliche Ansprechperson im Schulalltag. Dadurch entsteht eine Beziehung, die über den einzelnen Fachunterricht hinausgeht. Mentor:innen kennen die Lernentwicklung ihrer Schüler, nehmen Fortschritte wahr und unterstützen dort, wo Schwierigkeiten auftreten.

Wo stehe ich – und was ist mein nächster Schritt?

In regelmäßigen Mentoringgesprächen schauen Schüler und Mentor gemeinsam auf den bisherigen Lernweg. Dabei stehen vier einfache Fragen im Mittelpunkt:

Gemeinsam werden daraus konkrete und erreichbare Ziele entwickelt. Nach einer vereinbarten Zeit wird geschaut, was gelungen ist, wo Schwierigkeiten aufgetreten sind und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Lernen verstehen wir als Entwicklung

Unser Mentoring greift damit auch Grundgedanken agilen Arbeitens auf: Ziele werden gesetzt, Wege ausprobiert, Erfahrungen reflektiert und die nächsten Schritte entsprechend angepasst. So entsteht ein kontinuierlicher Lernkreislauf:

Ziele setzen → lernen und ausprobieren → Fortschritte erkennen → reflektieren → Feedback erhalten → nächste Schritte planen

Dabei gehört es ausdrücklich zum Lernen dazu, dass nicht immer alles auf Anhieb gelingt. Fehler und Schwierigkeiten helfen dabei herauszufinden, was verändert werden muss und welche Unterstützung benötigt wird.

Verantwortung Schritt für Schritt übernehmen

Unsere Schüler sollen zunehmend lernen, ihren eigenen Lernprozess zu verstehen und mitzugestalten. Mentor:innen geben deshalb nicht einfach einen fertigen Weg vor. Sie begleiten, beraten, geben Rückmeldung, stellen Fragen und ermutigen. Mit zunehmender Selbstständigkeit übernehmen die Schüler immer mehr Verantwortung: für ihre Ziele, für ihre Entscheidungen und schließlich für ihren eigenen Lernweg.

Beziehung schafft die Grundlage für selbstständiges Lernen

Selbstständiges Lernen bedeutet für uns deshalb nicht, Kinder und Jugendliche allein lernen zu lassen. Im Gegenteil: Je individueller Lernwege werden, desto wichtiger werden verlässliche Beziehungen. Das Mentoring verbindet deshalb zwei zentrale Gedanken unserer Schule:

„Du kannst deinen eigenen Weg gehen.“

und gleichzeitig:

„Auf diesem Weg bist du nicht allein.“

So möchten wir an der Gesamtschule an der Bockmühle eine Lernkultur schaffen, in der jedes Kind gesehen, begleitet und ermutigt wird, seine eigenen Möglichkeiten zu entdecken.